Für den Notfall trainieren

Generator, Kabel, Werkzeug, im Einsatz muss alles schnell gehen und jeder Handgriff sitzen. Damit es bei einem Notfall klappt, trafen sich der Löschzug Stommeln und die RheinEnergie AG um einen großflächigen Stromausfall zu simulieren.

Die Fahrzeugflotte der Feuerwehr Pulheim wurde dieses Jahr um einen neuen „Feuerwehranhänger Notstrom“ ergänzt. Dieser könne durch den eingebauten Generator mit Dieselmotor im Falle eines schweren Stromausfalls die Stromversorgung vorläufig aufrecht erhalten. „Mit dem Generator können wir kritische Einrichtungen mit Strom versorgen und, falls nötig, beheizen“, erklärte Tim Schweren, Pressesprecher der Feuerwehr Pulheim. Dieser neue Generator könne 16 Stunden lang betrieben werden, ohne nachbetankt werden zu müssen. Allerdings dauere ein gewöhnlicher Stromausfall im Normalfall nicht länger als eine Stunde. „Sollte es sich jedoch um einen Stromausfall handeln, bei dem wir das Problem nicht sofort selber lösen können, würden wir, wie heute geprobt, die Feuerwehr dazu schalten“, berichtete Christoph Preuß, Pressesprecher der RheinEnergie.

Im Notfall wären die Einsatzkräfte so eine halbe Stunde nach Eintreffen an der jeweiligen Stromstation bereit, die Stromeinspeisung zu übernehmen. „Besonders wichtig ist dabei, dass wir den Generator mit dem Trafo synchronisieren, sodass sich die Station nicht beim Abschalten des Generator aus Sicherheitsgründen selbst auch abschaltet“, bemerkte Preuß. Diese Raussynchronisation würde sonst zu einem weiteren Stromausfall führen. Bei der jetzigen Übung ginge es vor allem darum, die Abläufe zu proben und herauszufinden, wo sich eventuelle Fehlerquellen befinden oder ob bestimmtes Werkzeug fehlte. „Natürlich geht es auch immer um Tempo. Wir müssen die Abläufe so maximieren, dass jeder Handgriff sitzt und im wirklichen Notfall alles reibungslos funktioniert“, erklärte Preuß.


Insgesamt seien alle Beteiligten mit der ersten gemeinsamen Übung sehr zufrieden. Weitere Übungen mit dem Anhänger seien bereits in Planung. „Wir dürfen nicht aus der Übung kommen. Keiner weiß, wann so ein Notfall mal eintreffen kann“, so Tim Schweren. Trotzdem sei die Feuerwehr zuversichtlich. Schließlich hätten sie bereits Erfahrung mit der Stromversorgung bei einem Supermarktbrand in Frechen sammeln können, sowie im Bergischen Land, nachdem dort durch einen schweren Sturm mehrere Oberleitungen beschädigt wurden.


Quelle: Rheinische Anzeigeblätter - Pulheimer Wochenende

Luftaufnahmen: FF Stommeln i.V. S. Stahlmann